Waldrodung zur Erweiterung des Sportplatzes in Barendor

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Gerade im März diesen Jahres ist das Bundesnaturschutzgesetz mit dem Ziel verschärft worden, natürliche Lebensräume zu erhalten und Artenvielfalt zu sichern. Ungeachtet dieser Ziele hält die Gemeinde daran fest, ihre Fehlplanung beim Bau der Sportanlagen fortzusetzen und große Waldflächen zu zerstören.

Sowohl die Förderung des Sports als auch der Erhalt der Natur hätten gemeinsam erreicht werden können, wenn der Rat der Gemeinde alternative Vorschläge zur Dorfentwicklung umgesetzt hätte. Anstatt weitere Baugebiete auszuschreiben und das jahrzehntelange Wachstum der Gemeinde fortzusetzen, hätten Sportanlagen auch an den Dorfrand verlegt werden können. Dieses Konzept wurde auch in anderen Gemeinden erfolgreich umgesetzt.

Im Ergebnis haben die Natur und die Barendorfer Bürger eine wertvolle Waldfläche verloren. Der Sportverein hat einen Sportplatz hinzubekommen, welcher durch seine Waldlage nur eingeschränkt bespielbar sein wird (Feuchtigkeit und Schattenwurf). Und die Verstädterung Barendorfs nimmt durch das Ausschreiben neuer Baugebiete weiter zu.

Der Mehrheitsfraktion im Rat der Gemeinde Barendorf fehlt offensichtlich ein Gesamtkonzept für die Dorfentwicklung. Der SPD fehlt zudem das Gespür dafür, was eine Gemeinde im Inneren zusammenhält. Stattdessen regiert der Bauwahn, welcher sich zum Beispiel auch im neugestalteten Laternenweg manifestiert. Hier wurde ein naturnaher Weg in eine geradlinige Betonpiste mit nächtlicher Beleuchtung verwandelt - eine schaurige Verschandelung von Landschaft und eine Verschwendung von Gemeinde- und EU-Geldern.