Barendorfer Dissonanzen

Wie in der letzten Ratssitzung, als ein Antrag zur Verbesserung und Förderung der Lebensqualität von der Opposition vorgestellt wurde. Unerhört, empfand die Mehrheitsfraktion und der Polemik ließ der Bürgermeister meines Erachtens großen Raum, während anderen Ratsmitgliedern und Gästen gern das Wort entzogen wurde, für mich so richtig nach Gutsherrenart.

So sind Vorschläge der Minderheit m.E. sowieso nur lästig und man sendet verbal und nonverbal auch gleich die richtigen Signale aus. Eingegangene und geäußerte Vorschläge für das neue Baugebiet „Stadtkamp" wurden in gleicher Weise behandelt und abgelehnt.

Dass in einer solchen Atmosphäre ein gutes Miteinander sowie Konsens und Gesprächskultur nicht gedeihen können, ist nur folgerichtig. Ein Klima von Frust und Resignation sind die Folge, zum Schaden aller Beteiligten.

Die sinnvolle Veränderung geht über den Weg des Respektes und Achtung des Anderen, die Einsicht, dass auch andere Menschen gute Ideen haben und dass es sich lohnt, darüber in ein wirkliches Gespräch zu kommen, ohne die Freund- Feind-Mentalität zu kultivieren.

Ob die Mehrheitsfraktion und vor allem ihr Bürgermeister, dazu willens und in der Lage sind, ist zweifelhaft. Engagierte Ratsmitglieder haben sich meines Wissens aus diesem Grund aus der Ratsarbeit zurückgezogen.

Alle Barendorfer Bürger haben als Wähler auch die Verantwortung für diese Mehrheitsverhältnisse im Rat. Dieser muss wieder als Gremium aller Bürger und Meinungen Gewicht bekommen, damit eine gute Streitkultur die kompromisslose Politik ersetzt.

Dann macht das Arbeiten in diesem Gremium sogar Freude und die Sitzungen sind nicht nur lähmend und anstrengend.

So möchte ich am Ende das „Bürgerlied „ von 1845 zitieren, wo es so schön klingt :" so die Alten wie die Jungen, tun wir, tun wir was dazu !"