Bürgerforum Barendorf lehnt Deponie in Volkstorf ab

Als Unternehmensgruppe ist Fa. Manzke im gesamten norddeutschen Raum tätig. Insofern ist es dem Unternehmen zuzumuten, einen alternativen Standort für eine Deponie in Norddeutschland zu finden, bei welchem eine geringere nachteilige Wirkung auf die Bevölkerung zu erwarten ist. Allein die wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit für ein Unternehmen darf den Standort einer Deponie nicht begründen! Es gebietet der unternehmerische Anstand, eine Deponie nicht in einer Entfernung von nur ca. 100 Metern zu Wohnhäusern zu planen. Eine Suche ist aber offenbar nicht erfolgt, obwohl durch den Gesetzgeber die rechtlichen Grundlagen, welche den Bau der Deponie begründen, seit vielen Jahren öffentlich vorbereitet wurden.

Das wiederholt vorgebrachte Argument, dass die Deponie zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Gewerbesteuereinnahmen in der Region beitragen wird, ist unverhältnismäßig. Die kommunale Gesellschaft für Abfallwirtschaft (GfA), im Eigentum von Stadt und Landkreis, hat nur allzu schnell eigene Pläne für eine Mineralstoffdeponie aufgegeben. Parteien und Politiker hatten es selbst in der Hand, Standortanalysen vorzunehmen, Arbeitsplätze zu schaffen und Gewinne aus dem Deponiebetrieb dem öffentlichen Haushalt zuzuführen.

Vor diesem Hintergrund halten wir das durch das Gewerbeaufsichtsamt initiierte Mediationsverfahren „Dialogforum Gewerbestandort Volkstorf" für nutzlos, soweit es der Deponieplanung in Volkstorf dienen soll. Die Errichtung einer Deponie an diesem Standort ist undiskutabel – dieser Konflikt ist nicht auflösbar.